"Das war ein gezielter Schuss!", sagt der Bewohner.

Zwei Bewohner vom Hochhaus waren bei ihren Garagen. Einer wollte etwas aus dem Auto holen, der andere reinigte die Garage, vor der sein Auto stand. Als die ersten Schüsse fielen, rief der noch vor der Garage stehende Bewohner: "Vorsicht, hier wird geschossen!"

Trotzdem kam der andere zu seinem Auto und wollte sich die Einschüsse ansehen. "Dann ein gezielter Schuss auf meinen Kopf, der mich nur nicht traf, weil ich mich bewegte. Das Glasdach vom Auto splitterte. Mir flogen die Splitter ins Gesicht.", so der Autobesitzer. Er rief die Polizei, die fünf Minuten später da war. Immer mehr Polizisten kamen. (Nach Aussagen der beiden Bewohner.)

aalto schuesse 10 00Es war ein Lärm, den wir nicht kannten. Rund um das Hochhaus waren rot-weiße Absperrbänder gespannt. Durch den starken Wind machten sie den Lärm. Polizisten standen überall. Ich selbst wollte etwas Abfall entsorgen und die Zeitung holen. Vor der Tür des hinteren Ausgangs kam ich nicht weiter. Polizei: "Keiner darf in das Haus und keiner das Haus verlassen. Gehen Sie bitte sofort wieder rein." Ich nahm den Haupteingang, um die Zeitung zu holen. Wieder Polizei: "Sie dürfen hier nicht rein, wo kommen Sie überhaupt her?" Der andere Beamte klärte das und ich durfte ins Haus. Als ich die Werbung aus der Zeitung nahm polterte es heftig an der Tür. Der Concierge öffnete und eine größere Gruppe, wohl SEK, stürmte ins Haus. Pistolen und Maschinengewehre im Anschlag. Befehle, die Beamten verteilten sich, immer die Waffe im Anschlag. Wir, drei Bewohner, mussten die Eingangshalle verlassen und vor die Tür. Etwas später wurden wir unter Polizeischutz gebeten, schnell in die Wohnung zu gehen und sie nicht wieder zu verlassen. Die Fahrstühle waren ausgeschaltet.

Kurz in der Wohnung, dann plötzlich Feueralarm. Wir gehen ins Treppenhaus. Eine Etage tiefer schickte uns ein Beamter sofort auf die Etage. Kein Feuer. Von oben wurde ein Mann in Unterhose abgeführt. Die Etage durften wir nicht verlassen. Die Brandmeldelichter mussten erst aus sein.

Frühstück fällt aus!

Wie wir erfuhren, war das ganze Gebiet großräumig abgesperrt. Keiner durfte Richtung Haus. Alle Bewohner, die mit dem Hund unterwegs waren oder Brötchen holen wollten, durften nicht wieder zurück. Nach knapp vier Stunden kam die Erleichterung: Sperrung aufgehoben. 

Der abgeführte Bewohner wurde von denen, die ihn kannten, nicht als Täter gesehen. Er würde so etwas nicht tun. Allerdings besuchte ihn einige Wochen zuvor schon mal die Polizei, nahm ihn mit, ließ ihn aber etwas später wieder frei.aalto schuesse 17 30

Rolf Diehl

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